Wenn ein geliebter Mensch psychisch erkrankt – sei es der Partner,
das eigene Kind oder ein Elternteil –, verändert sich von einem Tag auf den anderen alles.
Was oft als leise Sorge beginnt, kann sich schnell zu einer existentiellen Herausforderung auswachsen, die den gesamten Alltag dominiert. Depressionen, Angststörungen oder andere psychische Krisen betreffen nie nur die erkrankte Person. Sie sind wie ein Stein, der ins Wasser geworfen wird. Die Wellen erreichen jeden in der Familie.
Als Angehörige finden Sie sich plötzlich in Rollen wieder, für die es kein Drehbuch gibt. Sie sind Pfleger, Krisenmanager, emotionaler Blitzableiter und oft auch der einzige Fels in der Brandung.
Doch wer hält Sie eigentlich fest?
In unserem Gesundheitssystem liegt der Fokus fast ausschließlich auf den Patienten.
Als Angehörige bleiben Sie oft nur die „Funktionierenden“.
Doch die Forschung zeigt deutlich, dass Angehörige eine immense psychische Last tragen.
Die ständige Alarmbereitschaft, die Sorge um die Zukunft und die soziale Isolation führen nicht selten dazu, dass die Helfer selbst am Rande der Erschöpfung stehen.
Vielleicht kennen Sie das Gefühl, sich im Kreis zu drehen. Sie versuchen, alles richtig zu machen, und doch scheint es nie genug zu sein.
Hier setzt mein Coaching an. Wir betrachten nicht nur die Erkrankung Ihres Angehörigen, sondern auch Sie selbst.
In meiner Arbeit verbinde ich zwei kraftvolle psychologische Ansätze, um Ihnen in dieser komplexen Situation Stabilität zu geben: die Positive Psychologie und das Modell des Inneren Teams.
1. Das Innere Team: Ordnung in der Zerreißprobe
Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie sich so oft im Konflikt mit sich selbst fühlen?
Auf der einen Seite ist da die tiefe Liebe und das Bedürfnis zu helfen.
Auf der anderen Seite spüren Sie vielleicht Wut, Ohnmacht oder den drängenden Wunsch, einfach wegzulaufen.
Diese Ambivalenzen sind keine Schwäche. Sie sind ein Zeichen dafür, dass Ihr „Inneres Team“ in Aufruhr ist.
In unserem Coaching identifizieren wir die verschiedenen Stimmen an Ihrem inneren Konferenztisch:
Diese Anteile haben eigentlich eine gute Absicht.
Sie wollen Sie vor dem tiefen Schmerz der Hilflosigkeit bewahren, indem sie Sie in ständige Aktivität oder emotionale Härte flüchten lassen.
Wir geben diesen Beschützer*innen eine Pause. Wenn die inneren Kämpfe nachlassen, wird Energie frei – Energie, die Sie für sich selbst brauchen.
2. Positive Psychologie: Mehr als nur „positives Denken“
Viele glauben, Positive Psychologie bedeute, alles durch die rosarote Brille zu sehen.
Doch gerade in der Begleitung psychisch Erkrankter wäre das realitätsfern.
Echte Positive Psychologie ist die Wissenschaft dessen, was das Leben trotz schwerster Krisen lebenswert macht.
Wir arbeiten mit dem Konzept des „Tragischen Optimismus“. Das bedeutet: Wir erkennen das Leid und die Schwere der Erkrankung voll an, suchen aber gleichzeitig nach den Quellen Ihrer Kraft.
Ich verbinde aktuelles wissenschaftliches Wissen aus meinen vielfältigen Aus- und Weiterbildungen mit Erfahrungswissen aus der Begleitung eines psychisch erkrankten Angehörigen.
Ich kenne die Facetten des Lebens – die hellen wie die dunklen.
In meinem Coaching erwartet Sie kein theoretisches Standardprogramm.
Sie finden einen geschützten Raum, in dem auch Tabuthemen Platz haben. Die Wut auf den kranken Menschen, die Scham vor dem Umfeld oder die tiefe Trauer um das Leben, das Sie sich eigentlich anders vorgestellt hatten.
Oft ist die Entscheidung, sich Unterstützung zu suchen, der schwerste Schritt.
Doch Sie müssen diese Last nicht allein tragen. Es ist kein Verrat an Ihrem kranken Angehörigen, wenn Sie für sich selbst sorgen – im Gegenteil:
Sie sind die wichtigste Ressource für Ihr Gegenüber. Nur wenn es Ihnen gut geht, haben Sie die Kraft, Ihren Angehörigen langfristig zu begleiten.
Lassen Sie uns gemeinsam Ihr inneres Team neu aufstellen und Ihre Stärken reaktivieren.
Ich lade Sie herzlich zu einem ersten Kennenlerngespräch ein.