Von "Null" zu deinem eigenen Kindertanz Kurs - Folge 1

Diese erste Folge soll dir einen Überblick verschaffen, was denn ein Kindertanzkurs ist.

Was genau du wissen musst, wenn du einen Kindertanz Kurs starten möchtest, was für Voraussetzungen du mitbringen solltest und wie du deinen Kurs gestalten kannst.

Diese kleine Serie kann dir vielleicht auch helfen, Klarheit darüber zu bekommen, ob du wirklich einen Tanzkurs für Kinder anbieten möchtest.

Vorwiegend ist diese Serie also für all diejenigen gedacht, die überlegen, Kindertanzkurse anzubieten, sich selbständig damit zu machen oder es als ein weiteres Angebot zu einem bestehenden Angebot zu nutzen.

Du erhältst sozusagen am Ende einen kleinen Audiokurs, der gefüllt ist mit Wissen, Inspirationen und Perspektiven.

Der Wunsch nach einem eigenen Kurs

Mit Kindern zusammen zu tanzen macht einfach unglaublich Spaß.

Es verwundert also nicht, wenn man den Wunsch verspürt, dies auch professionell, also beruflich zu machen und Kinderkurse durchzuführen.

Der Weg zum Leiten von Kindertanzkursen ist kein einheitlicher Weg. So vielseitig wie die Kursinhalte sein können, so unterschiedlich sind auch die Zugangswege.

Der Klassische Weg wäre sicherlich eine Ausbildung zum Tanzpädagogen zur Tanzpädagogin oder zum Tanzlehrer oder Tanzlehrerin zu absolvieren und mit Beginn der Berufslaufbahn in einer Tanz-oder Ballettschule, dann auch die Kinder zu unterrichten.

Nicht in jeder allgemeinen, tanzpädagogischen Ausbildung ist der Kindertanz ein Schwerpunkt. So muss man sich die Inhalte und Vorgehensweisen, die man braucht, um mit Kindern zu arbeiten, oft selbst erschließen.

 

Hat man sich zum Tänzer und zur Tänzerin ausbilden lassen, fehlt dieser Zugang erst einmal gänzlich.

Zudem trifft man mittlerweile auch auf einen großen, bunten Blumenstrauß an anderen Zugängen zu diesem Feld.

So gibt es auch Tanztherapeuten, Physiotherapeuten, pädagogische Fachkräfte, Yogalehrer/Innen, Musikpädagogen oder Quereinsteiger von einem ganz anderen Berufsfeld.

 

Wer darf Tanzkurse für Kinder durchführen?

Kurse für Kindern kann jeder anbieten, der sich dazu berufen fühlt. Es gibt diesbezüglich keine gesetzlichen Einschränkungen. Dieser Gedanke, kann einem schon Bauchschmerzen bereiten. Aber und das ist das Schöne, es gibt inzwischen einige spezialisierte Ausbildungen und Weiterbildungen und somit gute Zugangsmöglichkeiten. Eine staatliche Anerkennung hat der Beruf zum Kindertanzpädagogen oder zur Kindertanzpädagogin aber nicht.

Dessen muss man sich immer bewusst sein.

 

Welche Voraussetzungen solltest du mitbringen?

Du solltest auf jeden Fall einen Zugang zum Tanzen haben, denn das ist es ja, was du den Kindern vor allem vermittelst. Wenn du ausschließlich in diesem Bereich arbeiten möchtest, brauchst du keine professionelle Tänzerin oder kein Tänzer gewesen zu sein. Je mehr Tanzerfahrung, umso besser! Dies steht sicherlich außer Frage.

Du solltest natürlich auch gerne mit Kindern arbeiten wollen.

Mit den Besonderheiten der Zielgruppe solltest du dich aber unbedingt vertraut machen, damit dein Kurs gelingen kann.

Was genau ist aber nun ein Kindertanz Kurs?

Das kann schon anhand der Wortwahl sehr verwirrend sein, denn die Bezeichnungen variieren. Folgende Bezeichnungen findest du sehr oft:

·      Kreativer Kindertanz

·      Musikalische Früherziehung

·      Ballettvorstufe

·      Kids Dance …

 

Grundsätzlich haben alle Kurse etwas gemeinsam!

Sie beziehen sich meist auf die Altersstufe 3-8 Jahre. Es gibt auch Kurse für jüngere und für ältere aber das Kernalter bewegt sich in diesem Bereich. Wenn die Kinder jedoch jünger sind, dann wird in der Regel ein Elternteil mit dabei sein. Dann verändert sich der Anspruch an den Unterricht nochmals und der Kurs fällt auch dann nicht mehr in den Bereich Kindertanz sondern in den Bereich Eltern/ Kind Tanze.

Sind die Kinder älter, verändert sich ebenfalls der Stundeninhalt. Das spielerische wird immer weniger im Unterricht vorkommen und es wird auf jeden Fall anspruchsvoller.

Das übergeordnete Ziel von Kindertanz Kursen

Grundsätzlich soll im Kindertanz auf spielerische Weise, durch Bewegung und Musik, ein bewusster Umgang mit dem Körper ermöglicht werden.

Der Weg dahin, kann dann mit den unterschiedlichsten Methoden erreicht werden.

Ziellos sollte der Unterricht auch im Kindertanz nicht sein. Man muss sich also gut überlegen, was man den Kindern vermitteln möchte, was sie von einem lernen sollen.

Wie baue ich einen Kindertanz Kurs auf?

Auch hier gibt es keine einheitliche Methode. Aber es haben sich verschiedene Bausteine im Unterricht bewährt. Jeder Baustein enthält dann einen anderen, inhaltlichen Schwerpunkt. Nach ein Warm-Up kann man Schrittkombinationen beibringen, durch Tanzgeschichten in kreative Elemente eintauchen, mit Partnerarbeit die Gruppe zusammenbringen, Tänze einstudieren, um auch einmal eine kleine Vorführung machen zu können usw. Oft werden auch die Sprache und die Rhythmik in den Vordergrund gestellt. Grundsätzlich gibt es da kein Richtig oder Falsch. Es sollte aber vor allem immer kindgerecht sein und dem Alter der Kinder entsprechen. Sonst kann ein Kindertanz Kurs auch sehr zäh werden und den Kindern keinen Spaß machen. Das merkt man dann aber auch sehr schnell, denn die Kinder zeigen meist sehr offen ihre Emotionen. So sieht man auch direkt, ob der Spaß noch vorhanden ist. Denn eine Kindertanzstunde muss genau dieses – Spaß machen!

Welche Medien werden benutzt?

Auch hier gibt es eine große Bandbreite. Klassische Kindermusik mit Gesang, Instrumental und von Klassisch zu Pop. Das wird, wie so vieles beim Kindertanz, vom Kursinhalt und dem Trainer oder der Trainerin abhängen. Die Musiksuche ist sicherlich auch der Part, der oft am meisten Zeit benötigt. Es ist nicht immer leicht, für die einzelnen Musikstücke, die passende Musik zu finden.

Wo kann ich einen Kindertanz Kurs anbieten?

Wenn man gerade erst anfängt sich mit einem Kindertanz Kurs ein Standbein aufzubauen, bietet es sich an, erst einmal in Kindergärten nachzufragen, ob man nicht einmal mit den Kindern tanzen dürfte. Man testet also erst einmal sein Programm, wie es bei Kindern ankommt. Ebenso kann man dies in Freizeitheimen tun. Bei der Kirche kann man auch nachfragen, ob es diesbezüglich Möglichkeiten gibt. Auch die Volkshochschule wäre ein möglicher Startpunkt.

Wenn man etwas sicherer ist, kann man auch einmal in Tanz- und Ballettschulen nachfragen, ob man Stunden übernehmen dürfte.

Da ist die Initiative von jedem einzelnen auf jeden Fall gefordert.

 

Als Fazit zu dieser Folge kann man sagen, dass so unterschiedlich die Inhalte und Herangehensweisen auch sein mögen, sie schließen sich nicht gegenseitig aus. Das bedeutet, dass jeder Kurs neben dem anderen existieren kann.

Jedes Kind ist anders und hat andere Bedürfnisse. Durch eine Kursvielfalt bekommt jedes Kind die Möglichkeit, den passenden Kurs für sich zu finden.

 

Hier kannst du die passende Folge auch als Podcast hören.

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